become a mediacomposer – Soll ich, oder soll ich nicht?

Soll ich oder soll ich nicht? – Mein Studium zur Medienkomponistin an der School of Entertainment & Technology in München und was es für mich rückblickend bedeutet.

Da ich immer wieder gefragt werde ob ich mein Studium empfehlen kann und wie es so war, hier nun ein kleiner Bericht.

Ich werde versuchen mich möglichst deutlich auszudrücken. Obwohl das bei diesem Thema gar nicht so einfach ist. Immerhin habe ich während meinem Studium einiges erlebt und stehe der ganzen Materie jetzt eindeutig anders gegenüber als davor.

Aber von Anfang an:
Ich war sehr skeptisch. Ob so ein Fernstudium – größtenteils online – auch wirklich halten kann, was es verspricht?
Auf der Suche nach etwas das mich weiter bringt, etwas das meiner Musikrichtung entspricht und mir gleichzeitig eine neue Welt der Musik eröffnet stolperte ich über die Homepage der SET.
Letzten Endes war es die blitzschnelle Rückmeldung der Dozenten und ihr Engagement, welches mich dazu bewegte mich einzuschreiben. (Tatsächlich wurden alle meine Fragen auch während dem gesamten Studium unglaublich schnell beantwortet. Manchmal ging es mir sogar beinahe zu schnell, da ich leider doch auch andere Sachen zu tun hatte und nicht immer sofort rückmelden konnte ob und wie sich ein Tipp eines Dozenten für mich gerade umsetzen ließ.)

Medienkomposition. Was willst du denn damit? Da draußen schwimmen zu viele Komponisten rum und der Markt ist zu klein. Lass es sein. – Doch ich ließ mich nicht davon abbringen. Ja, vielleicht macht es das Leben nicht leichter, wenn man einen so „unnormalen“ Weg zu gehen versucht. Aber was ist schon einfach im Leben? Einfach aufgeben war noch nie mein Ding. (Ich glaube, das wisst ihr bereits.) Und wenn dir etwas wirklich liegt, dann solltest du auch was daraus machen. Wäre ja schade wenn nicht… Und Lernen ist nie reine Verschwendung. Oder?

Meine klassische Grundausbildung ermöglichte mir einen guten Start in diese „neue Welt“ der Komposition. Aber nun zu dem, was mein „Ich bin froh und stolz zugleich dieses Studium absolviert zu haben.“ entscheidend geprägt hat:

Der Austausch mit Mitstudenten und Dozenten.
Gerade in Bezug auf rechtliche Geschichten war ich froh, mich mit Menschen austauschen zu können, die bereits erfolgreich davon leben. (Unter Spiele-Entwicklern werden Verwertungsgesellschaften wie AKM nämlich beispielsweise gar nicht gerne angesprochen. Das kann dafür ausschlaggebend sein, dass du einen Gamemusic-Auftrag verlierst oder gar nicht erst erhältst. Und und und…)
Die gemeinsamen Mittagessen mit aktuellen Erfahrungsberichten, Fragen/Antworten, die unterschiedlichen Herangehensweisen und Ansichten ließen die Präsenzphasen zu etwas motivierendem und vor allem inspirierendem werden. Klingt gerade irgendwie kitschig, oder? Ich weiß. Sry.. aber ich kam jedes Mal richtig müde und mit vielen neuen Inputs und doch voller Elan und Tatendrang nach Hause. Ich bin auf jeden Fall daran gewachsen und dem was mir etwas bedeutet einen großen Schritt näher gekommen.

Trotzdem: Man lernt nie aus. (Und ja; Ich bin immer noch auf der Suche nach einem passenden IT-Spezialisten für Notfälle. Diesbezügliche Kenntnisse werde ich mir nämlich vermutlich erst im nächsten oder übernächsten Leben aneignen.)

Ich habe eindeutig viel Werkzeug mit bekommen und möchte es nicht mehr missen. Eine zuvor relativ unbekannte Welt öffnete mir ihre Türen. Und mittlerweile gehört diese Welt zu mir dazu. Fast so als wäre es immer so gewesen.
Diese „neue Welt“ beinhaltet für mich sämtliche Notwendigkeiten im Bereich der Handhabung von Programmen und Libraries (Experimentieren mit Klängen und Erforschen der Möglichkeiten und Grenzen der DAV). Besonders hierbei erlebte ich es immer wieder, dass meine Kompositionen mich selbst überraschten. Auch die gezielte Umsetzung von Projekten (Filmkomposition, Werbe- und Radiojingles,…) ließ meine Musik wachsen.

Ich würde dieses Studium auf alle Fälle wieder machen, aber… da wo ich hin will, bin ich noch nicht.

…und nein, ich bekomme nichts dafür, dass ich hier so positiv darüber berichte.
Mir hat’s schlicht und einfach gut getan!

 

…’cause you choose the way you go.

 

 

Composing music for media – my studies at the S.E.T. in Munich and what I think about it today

Often people ask me, how it was and what I’ve learned. If you are interested in it too, you can read it now:

I’ll try to keep it short and simple. But it’s not easy with this topic. I‘ve got a lot of impression during my studies. I‘ve learned a lot. First I was sceptical. Very sceptical. Is a distance study able to live up to its promise?

I looked for something which let me grow, which suits to my kind of music and which shows me the way to a new world of music. And I struck the home page of the School of Entertainment & Technology.
At the end it was the fast feedback of the instructors and their commitment, which moved me to inscribe myself. (Actually, during studies I couldn’t try their tips as fast as they answered my questions.)

Become a mediacomposer. Why? What do you want to do then? There are enough composers in this world already. Let it be. – Nope. I didn’t want. Yes, maybe life doesn’t get easier when you start going your own way. But I don’t think that it’d be easier if I’d try to go the “normal” way. And when you are good in something… Yes, it would be stupid if you wouldn’t use it.

My basic education offered me a good start into this “new world” of composing music. But now I want to tell you why I think, that it was good to go there:

It was the intercommunion with the other students and the instructors.
First of all relating to lawful basics and all kind of things in connection with collecting societies… I was glad that I could talk to somebody about all these things. It’s always good when you can ask people who live on it already successfully. (For example in game-music-projects collecting societies are unwanted and it’s not easy to handle this.)
Field reports, questions and answers, different approaches and minds,… are just some reasons why the meetings were motivating and inspiring. Sounds hokey, doesn’t it? I know. Sry… But it’s true. I came home totally tired and full of new ideas and with pep and vim and zest of action. Every time!
I learned a lot. I approached the kind of music which means a lot to me. A big step forward…

Anyway: You live and learn. (And yes: I’m still looking for a computer-expert as emergency aid. Knowledge reffering to this I’ll probably learn in my next life. Or afterward?)

Yes – again – I learned a lot. Handling programs, notation and sound libraries, experimenting with sound, tone and noise, making the best out of potential and limits of the DAV, conducting different projects like film scores, advertising spots, jingles, game-music and so on. I don’t want to miss all those “tools”. (Can I say it like this?) A new world opened a lot of doors for me. And now this world belongs to me. That’s just how it is. It let my music grow.

Definitely, I’d study it again.
…whether I’m still not where I want to be one day.

And NO; I don’t get something for writing all this positive words about it.

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