Don’t dance to someone’s tune

weil Musiker auf meinen Nerven Joropo tanzen ODER warum ich als Komponistin um Welten aufgeregter bin, wenn du meine Musik aufführst als wie wenn ich selbst musiziere UND wieso Du entscheidest wie die Musik am Ende erklingt und nicht ich

Kennst du diesen Moment, wenn…

  • …du aufstehen und tanzen willst aber du sitzen bleibst, weil alle anderen das tun?
  • …du die Augen schließt um die Musik noch besser hören zu können?
  • …die letzten Zeilen verklungen sind und plötzlich diese Stille eintritt. Relativ kurz. Aber dir kommt es vor als wäre es eine Ewigkeit. Kein Mucks ist zu hören. Bis dann irgendjemand die Spannung bricht und zu klatschen beginnt. Kennst du diesen Moment?

Ich liebe es dir zuzuhören. Ich liebe es selbst zu musizieren. Die beiden Sätze könnten ähnlicher kaum sein. Und doch ist diese Art der Liebe etwas vollkommen anderes.
Ähnlich wie wenn jemand einen Fehler macht, dann sagst du nur; Macht nichts, das kann jedem Mal passieren. Und im Vergleich dazu, wenn du Mist gebaut hast: Dann findest du das richtig dumm und wunderst dich wie so etwas geschehen konnte. – Nicht dass Musiker Fehler machen. Nein. Von so was Kleinlichem zu berichten, fällt mir nicht ein. Fehler… Fehler sind ein Kapitel für sich. Darüber sprechen wir lieber einmal zu später Stunde in einer Bar. Die Welt hat Aufregenderes zu bieten.

Was macht den Unterschied?

  • Ich liebe es selbst zu musizieren.
    Hier bin ich reine Genießerin. Gebe alles und lasse mich fallen. Gleichzeitig. Die Musik erreicht mich. Kommt von irgendwo her. Auch wenn ich sie mittrage und somit maßgeblich daran beteiligt bin wie sie erklingt… Wenn es mir gelingt die Klänge als Geschenk anzunehmen dann habe ich bereits erreicht was mir persönlich wichtig ist.
  • Ich liebe es dir zuzuhören.
    Es liegt nun in denen Händen. Etwas sehr persönliches. Kannst du das nachvollziehen?
    Ich lasse das Ruder los. Und vertraue.
    Deine Interpretation. Deine Kreativität. Dein Charakter. Dein Knowhow. Deine Musikalität. … Du bist nun das was mein Gekritzelt zum Klingen bringt.
    Als kleiner Kontrollfreak kostet mich das Loslassen Überwindung.
    Ähnlich wie beim Autofahren. Die Frage ist oft nicht „Wie schnell?“ sondern „Sitze ich am Steuer oder daneben?“

Mittlerweile weiß ich, dass Musiker mich schlussendlich oft positiv überraschen. Ihr haucht den Zeichen, den Strichen und Punkten auf meinen Blättern Leben ein. Dadurch entsteht: Musik.
Danke für all die starken Darbietungen meiner Werke!

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kuumailmapallo 🙂

 

Do you know the moments, when…

  • …you just want to stand up and start dancing. But nobody else does and… You stay at your seat.
  • …you close your eyes to listen to the music wholeheartedly.
  • …it faded out. And suddenly there fells silence. Briefly. But it feels like an eternity. You can’t hear anything. Till applause begins. Do you know it?

I love to listen to you. I love to play music. The sentences couldn’t be more similar-sounding. But they are different. Totally. They involve another type of love. Clearly.

What makes the difference?

  • I love it to play music.
    Just enjoying. Kicking back and letting go. Music wins me. I try to accept the gift. I’ll never give this up. …not for all the tea in china. (Even if I’d like to… I couldn’t.)
  • I love it to listen to you.
    When you are playing my music. My scores… It’s some kind of private moment. Do you know what I’m trying to explain? I trust in you. Your decision. Your interpretation. Your creativity. Your personality. Your know-how. Your musical sense… You’re the one who decided to let my scores sound. It’s not always easy for me to let it go. But at the end you surprise me positive.
    Thank you for all the great performances!
    You are the one who changes my scribbling into: MUSIC.

Thank you. Kiitos paljon. Tack. 🙂