Überleben ohne Kontrabass

Was tun wenn kein Kontrabass zur Hand ist?
Mit Nichts-Tun überleben?

Es ist still. Ja. Du kennst das bereits. Sehr still. Auch keine Überraschung.
Im Frühling erwacht die Stadt zum Leben. Aber der Frühling lässt auf sich warten.
Im Sommer reist dann jeder zum Sommerhaus. In die… Stille. Richtig gehört.
Hier ist es nämlich „zu laut“. Scheinbar. Für manche. Einige.
Die paar wenige die hier leben…
Jetzt ist es ruhig. Was tun die alle?
Hinter den Fenstern ist Licht. In manchen Häusern ist der Fernseher an.
Ob jemand davor sitzt? Ich weiß es nicht.
Gekocht wird in einigen Häusern zwischen 13:00 und 15:00 Uhr.
Und davor? Und danach? Was tun die hier?
Manchmal finden Kurse statt. Handarbeiten. Malen. Nähen.
Und auch in der Turnhalle gibt es wöchentliche Angebote.
Und doch, – wenn ich frage was die letzte Woche so gemacht wurde antworten einige immer wieder einfach nur mit einem nüchternen „Nichts.“
Nichts? So wirklich rein gar nichts? Ich kann mir das kaum vorstellen.
Wenn man schon im Nichts wohnt, dann muss man sich doch zumindest austoben wollen und etwas gestalten, entdecken, erfinden, – was-weiß-ich…

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Na, ich habe das zumindest noch nicht geschafft: Längere Zeit nichts zu tun.
Ich habe mir eine Klarinette angelacht. Das ist ja mal ein Ding. Die hat’s in sich.
Mit jedem Tag gefällt sie mir mehr. Wer hätte das gedacht? Ich nicht.
Aber wenn man sich ohne Kontrabass und allem anderen einfach so auf den Weg macht, dann muss man offen sein für Neues. So kam das.
Kennst du „Peter und der Wolf“ von Sergej Prokofjew?
Als ich vor einigen Jahren da im Orchester neben der „Katze“ saß… (Ich wurde gerade an diesen Moment erinnert.) …da erkannte ich zum ersten Mal wie unglaublich tänzerisch und wundervoll eine Klarinette sein kann. Aber für mich? Nein, ich dachte nie darüber nach mal Klarinette spielen zu wollen… Lustig, wie das Leben so spielt.

Das Leben. Ja, das hat Humor.
Hier finden alle die sich dafür interessieren meinen aktuellen musikalischen Lebenslauf:

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