Softshellhose und Eiswasser

Wie bereits nebenbei erwähnt, hat es hier diese Woche wieder geschneit. Ich muss ja nicht alles verstehen. Das Wetter zum Beispiel ist eigentlich ganz nett aber irgendwie bleibt es mir doch ein Rätsel.

Mal ist es so

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und dann wieder so:
schnee april

Von einem Tag auf den anderen. Verrückter April.

Ah ja: auch starken Regen gibt es hier. Den habe ich in den ersten Monaten tatsächlich vermisst. Aber er existiert. Da denkst du dir am einen Tag: Nein, heute mache ich mal kein Strandfoto für meine Sammlung. Zu faul. Natürlich. Ja, der Ausblick ist unglaublich. Wieder. Und unverwechselbar neu. Jetzt. Das Eis verzieht sich langsam aber sicher. Und eigentlich.. ja eigentlich gar nicht so langsam. Wenn ich’s mir recht überlege sogar eher rasant. Aber nein. Du bleibst ausnahmsweise mal daheim. Und dann am nächsten Morgen sitzt du da. Mit Softshell-Hose und doppeltem Schal. Bei Minusgraden.

2 weitgereiste Irrtümer und wie sie ihr Ende fanden

Wer denkt, das Leben lässt sich planen, – denkt gewaltig neben der Spur.
Nicht mal auf der idyllischen Insel im kalten Norden bist du vor Abenteuern sicher.

  1. Du planst und es läuft.
    Haha.. guter Witz. Meine Brille ist der beste Beweis dagegen.
    Die 23kg zugelassenes Höchstgewicht haben mich sauber übers Ohr gehauen:
    Die Brille reicht, dachte ich. Keine Linsen. Nichts. Was soll denn schon passieren?
    Von einem Elch überfahren werden? Ins Eis einbrechen?
    Awass.. Tja, falsch gedacht. Da hat wohl jemand den Ball nicht kommen sehen… Brille kaputt. Kein Optiker da. Na prima.
    Irgendwie habe ich es dann doch per Bus zum Optiker geschafft. Mein neues Ich. …fühlt sich nun fast so frisch-geboren an wie damals nach meinem ersten Saunagang.

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  1. Ein Stift reicht.
    Quatsch mit Soße. Nummer eins auf meiner Einkaufsliste ist hier immer wieder „ein neuer Stift“.
    Egal ob Bleistift, Fine-Liner oder Pure-Liquid-Pen,… Bei mir gibt jeder seinen Geist auf.
    Papier habe ich dementsprechend auch schon genügend „verschrieben“.
    Und Spitzer sollte ich auch noch einen auftreiben…
    Für dieses Angelegenheit ist zwar noch kein wirkliches Ende in Sicht, aber immerhin habe ich eine vorübergehen-ganz-passende Erleichterung für mich entdeckt.
    Hier bist du ja meist alleine unterwegs. Im Winter. Nicht nur im Wald. Auch hier mitten in der kleinen Stadt. Zwischen all den Häusern. Da begegnet dir nur äußerst selten mal wer. Stundenlang kannst du spazieren. Ohne Stift und Papier, gewinnt hier das allseits beliebte Telefon neuen Wert.
    Als Aufnahmegerät.

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…das Meer. So still. Und ruhig. Einfach darüber spazieren. Die Insel aus der Ferne betrachten. Das muss man erlebt haben.