Dinner unterm Eiffelturm

Oukaii, oukaii.. Ich gebe zu. Der Eiffelturm war keiner. Nur ein Bild. Zwar riesengroß. Aber eben nur so an der Wand hängend. Neben dem Tisch. Und das Essen war auch nicht Französisch. Dönner gab’s. Mein erster in Finnland. Ausnahmsweise mit Soße. Aber auch nur, weil mich die Dame offensichtlich nicht recht verstanden hatte. Oh weh.. Da ist wohl doch noch Aufholbedarf im Sprachunterricht vorhanden. Niin, die Soße war zu meiner Überraschung aber super lecker! Generell ist die Qualität in Finnland was das Essen betrifft richtig gut. Auch Fast-Food. Und – wieder mal zurück zum Thema – wenn schon kein echter Eiffelturm; zumindest der Franzose mit dem ich mich währenddessen unterhielt war echt. (Das macht den heutigen Titel wieder gut, oder?)

Ich bin schon gespannt, ob Dönersoße in Österreich tatsächlich auch so was Köstliches ist. Ohne zu Schwärmen.. Ich war hier richtig überrascht.

Nebenbei wurde ein neuer Gedanken ins Rollen gebracht. Ohne viel Aufwand. Schlicht. Einfach nur mit den Worten: „Und? Welche Sprache lernst du als nächstes?!“

P.S.: Dazu ein anderes Mal mehr.. Bis dahin freue ich mich über Erfahrungen, Ratschläge und Tipps von euch. Was für Sprachen lassen eure Ohren aufhorchen? Wofür schlägt dein Herz?
Und morgen geht’s weiter mit: Sprachenlernen ist IN – Zuhören OUT

Hilfe, mein PC spricht Finnisch!

Schon faszinierend. – Mir gefällt‘s. – An was man sich so gewöhnen kann… Plötzlich bin ich überrascht, wenn mein PC mich auf Deutsch etwas fragt obwohl ich mit einer finnischen Anweisung gerechnet hatte. Bei der Arbeit spricht der PC nämlich logischerweise finnisch. Ich kann ja grundsätzlich mit solchen Geräten umgehen und weiß wie, was, wo aussieht oder aussehen sollte.
Auf Deutsch?
Yes..
Die Kenntnisse „einfach so“ ins Finnische zu übertragen war gar nicht so ohne.

wenn Träume in Erfüllung gehen

Manchmal ist die Erfüllung eines Traumes noch besser als die schönste Vorstellung davon.
Ja. So ist es. Finnen würden jetzt (schon wieder) zustimmend sagen: Niin on.

Wie war das Zitat gestern? Mir fehlen die Worte. Es ist schön. Unsagbar schön. Ein bisschen etwas habe ich ja schon zuvor gelesen und erzählt bekommen. Über die Besonderheiten, das Land und die Leute. Und doch… Mit den eigenen Beinen dort zu stehen. Am Schauplatz der Geschichten. Das hat was. Ein Lächeln. Strahlende Augen. Ich werde dir lieber „live“ davon erzählen… Dann im Sommer. Wenn all diese Erlebnisse längst verjährt sind. Wenn wir am Lagerfeuer sitzen und Wälder-Lieder singen.
Wobei.. währenddessen werde ich wohl kaum zum Erzählen kommen. Aber ja.. Ein anderes Mal…

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Motivation und Inspiration – Neustart?

Sich auf den Weg machen. Warum? Daheim ist es so gemütlich. Bequem. Da kenne ich alles. Weiß wie die Klospülung funktioniert und muss nicht fragen wie sich die dämliche Wohnungstüre denn bitteschön öffnen lässt. Zuhause fragt mich niemand mit seltsam gewählten Worten ob ich Studentin bin oder nicht und da kenne ich die Leute beim Namen und die wiederum klingen nicht alle so unheimlich gleich… Warum also? Woher die Motivation fischen wenn die Inspiration davon schwimmt? Warum auf die Beine machen, wenn die Zeit davon läuft und man doch eigentlich arbeiten und erwachsen werden sollte? So viele Gedanken-Gespenster geistern herum. Aber die sollen schön draußen bleiben im Kalten. Und dort fliegen und spucken.

Draußen bleiben? Sicher? Ährm.. Nja… Mittlerweile bin ich nämlich auch „da Draußen“. Ich fuhr mit Bizets „Carmen“ in den Ohren einfach mal spaßeshalber in den Norden. Den kalten Norden. Was ich hier so erlebe, erzähle ich euch wenn ich wieder zurück in Kaskinen bin. Ich habe nämlich allerhand dabei, aber mein PC hat diese Woche Ferien.

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weil heute ein Tag zum Feiern ist

Weißt du. Eigentlich ist es ja so: Egal ob da 1.809 km und nebenbei erwähnt noch etwas Wasser dazwischen liegen… Heute ist ein Grund zum Feiern! Tag des Beisammenseins und Tag der Umarmung. Für alle Menschen dieser Erde. Liebe ist größer als all die Zeit und jeder Weg. (Aber all die anderen Sachen sage ich dir… persönlich. Haha.. Am Telefon.)
Lass es dir gut gehen!

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Ps.: Zu meinem „Wer hat den größten Fisch geangelt“ von letzter Woche. Es ist mir ein Anliegen darauf hinzuweisen, dass die Eislöcher hier unheimlich klein wirken. Auf den Fotos. Da ist es natürlich kein Wunder, dass mein riesengroßer Fisch nicht aus dem Wasser hüpfen konnte.

wie die Zeit verfliegt.. unglaublich aber wahr

Die Hälfte meiner Zeit in Finnland ist schon vorbei. Kaum zu glauben. Aber wahr.

Und mittlerweile habe ich schon so einiges „abgehakt“:

  • Ich bin übers Meer spaziert. Bis zum Festland.
  • Ich war in Schweden. Mit der Fähre. (Mit Langlaufschiern rüber fahren konnte man zwar mal vor vielen Jahren aber mittlerweile wird davon abgeraten. Spätestens wenn du im Wasser schwimmst, wird klar, dass das nicht die Beste Idee war.)
  • Ich war in der Sauna. Schon öfters. Dass ich bisher gut ohne überleben konnte, war nämlich zu Beginn für manche Finnen gar nicht verständlich.

Es ist einiges geschehen. Und mein Fotobuch ist schon richtig dick. …aber das ist was zum Anfassen. Die Geschichten „packe“ ich dann zuhause „aus“.
…denn Reisen wird erst so richtig besonders, wenn sich die wundervollen Erlebnisse auch teilen lassen.
Eines muss ich euch allerdings doch jetzt schon erzählen:

  • Ich war nämlich… Achtung. Jetzt kommt’s:
    eisfischen
    Ehrlich wahr. 🙂 Aber dazu morgen mehr… 

     

REISEN; Was ist das? Kann man das essen??

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  1. Reisen ist Kaffeegenuss
    Henry (Name von „der Redaktion“ geändert) hat mir das so erklärt: Das Beste am Reisen sind die Stunden in denen du mit Einheimischen in einem Café sitzt und über das Leben plauderst.
    Ich denke, das spricht Bände. Vielleicht ist es schade, dass ich mich bereits jetzt nicht mehr an alle Namen meiner Reisebekanntschaften erinnern kann. Aber ja.. So ist das Leben. Trotzdem Danke. Schön war’s! 🙂
  2. Reisen ist Entdeckungslust
    Immer wieder neu. Aufregend. Manchmal ist es fast zu viel des Guten. So viele Eindrücke auf einmal. Mein Orientierungssinn wird auf die Probe gestellt. In vielerlei Lebenslagen. Dinge, an die ich zuvor keinen Gedanken verschwendete, werfen plötzlich Fragen auf und regen zum Nachdenken an. Es gibt so viele Möglichkeiten und Wege. Und dann stehst du erneut vor Entscheidungen. Nicht unbedingt vor leichteren. Nur… Vor neuen. Vielleicht hilft die gewonnene Erfahrung bei der Entscheidungshilfe.
    Vermutlich nicht.
    Aber irgendwie geht es weiter.
    Und gewisse Sachen kommen mit mir mit nach Österreich. Und andere bleiben hier. (Das war jetzt etwas kompliziert. Zugegeben. So was lässt sich vermutlich besser in geselliger Runde bei nem Gläschen Wein erklären.)
  3. Reisen ist Sehnsucht stillen
    Heute klingt alles ein bisschen düster. Ja, ich weiß. Aber so ist das nun mal. Erst sehnst du dich nach der Ferne. Dann nach der Heimat. So lieb ich alles hier auch gewonnen habe. So gerne komme ich auch wieder zurück. Und… irgendwann wieder nach Finnland. 🙂 Aber dann nicht alleine. Bestimmt würde ich hier so manches nicht erleben, wenn ich nicht alleine reisen würde. Ja. Aber Teilen ist auch etwas Schönes. Meine nächste Reise wird nicht alleine sein.

5 Gründe, die für Frühling sprechen & warum unter Bäumen Boote liegen

Der Schnee verschwindet. Und das ist gut so. Ich hatte und habe jetzt genug davon. Ehrlich. Von mir aus kann der Sommer kommen.

Hier nun meine 5 Gründe, die mich glauben lassen dass der Frühling nahe ist:

  1. Wiederholt wurde mir erklärt, dass es noch einige Wochen dauern wird, bis der Frühling wirklich da ist. Am Freitag war so ein typisch finnischer Tag: Sonnenschein und Schnee und Sonnenschein und Regen und Sonnenschein und… wechselten sich nahezu im Minutentakt ab. Ein bisschen verrückt. Finnisch eben.
    …um es mit einem liebevollen Schmunzeln auszudrücken und meine damit verbundene Verblüffung zu überspielen.
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  2. Ja der Schnee verschwindet. Mittlerweile fahre auch ich Rad. …und stelle mir die Frage, warum ich nicht bereits früher damit begonnen habe. Trotz Schnee und Eis. Wege werden kürzer. Das wisst ist, ich weiß. Lustiger Weise habe ich das Laufen aber bereits so liebgewonnen, dass ich es abends gerne nach hole wenn ich tagsüber „nur“ Fahrrad fuhr.
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  3. Und noch einmal: Der Schnee verschwindet. Und was kommt zum Vorschein?
    Durch die Bank haben alle Häuser hier riesige Gärten. Die Häuser sind klein. (Ich denke ihr kennt meine Fotos von den Straßen und Häusern hier bereits.) Gut beheizbar eben.
    Und tatsächlich überraschend geräumig.
    Aber die Gärten. Die sind unheimlich groß. Da passen die Häuser mehr als nur dreimal drauf. Ja, perfekt. Für Sommerfeste und Leben und Freu(n)de und Grillpartys.
    Und langsam verstehe ich auch wozu hier so viel Platz gebraucht wird. Mit all dem Schnee sah es ziemlich langweilig aus. Und das war es auch. Die Straßen waren leer. Mittlerweile habe ich aber bereits schon etwas mehr Gesichter entdeckt. Und kennengelernt.
  4. Auch Vögel singen schon bzw. endlich. Wenn das mal kein Zeichen für Frühling ist?!
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  5. Aber was ich euch eigentlich erzählen möchte: Unter Bäumen liegen Boote.
    Viele sind auf den ersten Blick kaum bemerkbar. Wenn du in Gedanken versunken durch die Welt wanderst, dann gelingt es dir vermutlich, sie gar nicht zu bemerken. Aber sie sind da. Hier gibt es ja richtig viele Bäume. Und wenn da dann unter jedem dritten Baum ein Boot liegt, dann… Ja, das Ende der Geschichte kannst du dir selbst ausmalen.
    Die Fischerei ist wichtiger Bestandteil der Geschichte dieser Stadt. Der alte Fischerhafen fasziniert mich immer wieder. Alte Seefahrt-Geschichten. Lieder. Sehnsucht. Da erwacht noch viel mehr als „nur der Frühling“.